1992

Nachdem Dieter Anschütz Ende der 70er Jahre den Biathlonsport mit der Vorstellung eines Kleinkaliber-Biathlongewehres revolutionierte, gelang 1984 mit Entwicklung des Fortner-Geradezugverschluss der endgültige Durchbruch. Bereits Anfang der 90er Jahre dominierten ANSCHÜTZ-Gewehre jeden Biathlon-Wettkampf. Eine der zu dieser Zeit besonders erfolgreichen Athleten war die Deutsche Uschi Disl. Sie gehörte mit zu den ersten international erfolgreichen deutschen Biathletinnen und hatte maßgeblichen Anteil an der steigenden Popularität dieser Sportart. Zwischen 1991 und 2006 gewann sie bei den Olympischen Spielen zwei Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen. Dazu errang sie bei Weltmeisterschaften 8x Gold, 8x Silber und 3x Bronze. Mit insgesamt 30 Einzelsiegen im Weltcup liegt sie bei den Biathletinnen auf Platz vier. Bei ihrer außergewöhnlich erfolgreichen Karriere war ihr ihr ANSCHÜTZ-Gewehr stets ein treuer und zuverlässiger Begleiter.

Uschi Disl in Action, ca 1990

Vier ihrer 19 WM-Medaillen holte Uschi Disel 1995 in Antholz, Italien. In den Disziplinen Einzel, Sprint und Mannschaft holte sie je eine Silbermedaille. In der Staffel schaffte sie es dann ganz oben aufs Podest und holte Gold. Im Mannschaftsrennen musste Disl und ihre Teamkolleginnen sich dem norwegischen Team geschlagen geben, die mit 50 Sekunden Vorsprung auf die Deutschen souverän Gold gewannen. Elin Kristiansen, Annette Sikveland, Gunn Margit Andreassen und Ann-Elen Skjelbreid hießen die glücklichen Gewinnerinnen, die mit ihren ANSCHÜTZ-Gewehren insgesamt gerade einmal zwei Fehler schossen.

Das norwegische Gewinnerteam bei den Weltmeisterschaften in Antholz, Italien 1990

Eine ebenfalls sehr erfolgreiche ANSCHÜTZ-Schützin Anfang der 90er war die Amerikanerin Launi Meili. Bei den Weltmeisterschaften 1990 in Moskau holte sie mit der Luftgewehrmannschaft Gold und gewann mit der Kleinkaliber-Mannschaft Silber im Dreistellungskampf und Bronze im Liegendanschlag. Ein Jahr kam mit der Luftgewehrmannschaft eine weitere Bronzemedaille hinzu. Auch bei den Panamerikanischen Spielen wahr sie erfolgreich. Bereits 1987 gewann sie in Indianapolis sowohl im Dreistellungskampf mit dem Kleinkalibergewehr als auch mit dem Luftgewehr Silber im Einzel. In Havanna, vier Jahre später, schloss sie den Einzelwettbewerb mit dem Luftgewehr erneut auf dem Silbermedaillenrang ab. In den Mannschaftswettbewerben folgten dann ganze drei Goldmedaillen: mit dem Luftgewehr sowie mit dem Kleinkalibergewehr im liegenden Anschlag und im Dreistellungskampf gehörte Meili zur siegreichen Mannschaft. Die Krönung des ganzen folgte 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona: Mit dem Kleinkalibergewehr schoss sie im Dreistellungskampf in der Qualifikation mit 587 Ringen einen neuen Olympiarekord. Im Finale erzielte sie weitere 97,3 Ringe und gewann Gold. Die gesamt 684,3 Ringe waren ebenfalls Olympiarekord.

Ein Autogramm für Dieter Anschütz von Olympiasiegerin Launi Meili. „Für Dieter, unsere Freundschaft bedeutet mir die Welt!“ 1992

Ehrentafel für Dieter Anschütz. Überreicht von der US Army Marksmenship Unit am 11. Januar 1995.

Launi Meili war nicht die einzige die Dieter Anschütz für seine Arbeit und seine ständige Unterstützung dankbar war. Die Soldaten der US Army Marksmanship Unit (USAMU) aus Fort Benning überreichten Dieter Anschütz 1995 eine Ehrentafel in Anerkennung seiner Freundschaft und Unterstützung sowie seines Einsatzes für die Soldaten.

Auf der Plakette heißt es: „In aufrichtiger Wertschätzung für all die Unterstützung, Ermutigung und Freundschaft, die Sie den Soldaten der USAMU entgegengebracht haben. Von allen USAMU-Schützen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.“

Im Jahr 2001 feierte man in Zella-Mehlis ein besonderes Jubiläum. Das örtliche Schützenwesen war stolze 475 Jahre alt geworden! Natürlich ließ es sich Dieter Anschütz nicht nehmen den Feierlichkeiten beizuwohnen, waren doch sowohl sein Vater Max als auch sein Großvater Fritz Anschütz aktive und erfolgreiche Mitglieder des Mehliser Schützenvereins gewesen. Heute bietet die „Schützenvereinigung – Schützenklub Zella-Mehlis 1891 e. V.“ rund 110 Mitgliedern die Möglichkeit ihre Fähigkeiten in den Disziplinen mit dem Luft- und Kleinkalibergewehr sowie Luftpistole, Freie Pistole, Sportpistole und -revolver zu trainieren.

Die Mitglieder des Thüringer Schießstandes, 2001

Der Schießstand in Zella-Mehlis, 2001

Der Schießstand in Zella-Mehlis im Jahr 1939. Er verfügte damals über ca. 40 Schießstände auf 50, 175 und 350 Meter sowie einen gesonderten Pistolenschießstand über 25 Meter.

Im Jahr 2004 wurde wieder einmal ein Weltrekord mit einem ANSCHÜTZ-Gewehr aufgestellt. Zuerst haben ihre Eltern die junge Tirolerin Monika Einwaller (geboren Haselsberger) zum Schießen gebracht, später war ihr Engagement für den Sport der willkommene Vorwand nicht auf ihre kleinen Geschwister aufpassen zu müssen. So wurde sie von ihrem Vater trainiert und von der ganzen Familie unterstützt. Sie wurde zum festen Bestandteil der österreichischen Nationalmannschaft und nahm 2000 und 2004 bei den Olympischen Spielen in Sydney bzw. Athen teil. Beim ebenfalls 2004 in Athen stattfindenden Weltcup schoss sie dann mit ihrem neuen ANSCHÜTZ-Luftgewehr 9003 Premium im ersten Wettkampf 400 von 400 Ringen – Weltrekord! Damit erbrachte sie den sichtbaren Beweis ihrer Spitzenstellung im internationalen Schießsport und gleichzeitig dafür, dass dieses Luftgewehr zu Recht unter der Kategorie „DIE MEISTER MACHER“ geführt werden kann.

Weltrekordhalterin Monika Einwaller mit ihrem ANSCHÜTZ-Luftgewehr 9003 Premium.

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