1901

Am 27. Januar 1901 verstirb Julius Gottfried Anschütz im Alter von 67 Jahren. Die Zukunft seines Lebenswerks lag damit in den Händen seiner beiden Söhne Fritz August und Otto Veit Anschütz, die von ihrem Vater in der Kunst der Büchsenmacher ausgebildet worden waren.

Fritz August Anschütz, um 1930

Otto Veit Anschütz, um 1920

Die Jahre nach dem Tod des Firmengründers waren vor allem von einer Konsolidierung des Unternehmens und dessen Marktposition geprägt. Julius Gottfried Anschütz hatte seinen Lebenstraum von einer Gewehrfabrik auf eindrucksvolle Weise verwirklicht. Im Grundes seines Wesens und seiner unternehmerischen Ausrichtung aber war er ein handwerklich orientierter Mensch geblieben, für den es ganz selbstverständlich war, dass nur Arbeit die Früchte eines Firmenerfolgs wachsen lassen. Dies vermittelte er auch seinen Söhnen, die das vom Vater vererbte Wissen nutzten um den Waffenbau auf hohem Qualitätsniveau voranzutreiben.

Postkarte aus Mehlis mit dem ANSCHÜTZ-Werk in der Bildmitte, um 1900

Firmenlogo 1901 – 1949

Im Todesjahr des Firmengründers wurde eine neue Schutzmarke eingeführt. Das Germaniawaffenwerk erhielt – ganz der Ausdrucksweise des damaligen Jugendstils entsprechend – eine Germania, die auf einer Weltkugel stand. Sie wurde neben dem runden „JGA“-Logo bis zur amtlichen Löschung des Unternehmens am 9. April 1949 verwendet.

Das Geschäft florierte unter den beiden neuen Geschäftsführern weiter. Vor allem die kleinkalibrigen Tesching-Gewehre zur Schädlingsbekämpfung und Jagdwaffen waren dank der hervorragenden Qualität und Präzision beliebte Produkte aus dem Hause ANSCHÜTZ.

Das Flobert-Gewehr mit Zylinderverschluss, das so genannte „Mauserlein“, wurde von ca. 1900 – 1939 gefertigt.

Germania Jugendgewehr, Fertigung ca. 1900 bis in die 1920er.

Die Germania-Block-Teschings war ein beliebtes Modell das von 1900 bis in die 1920er hergestellt wurde.

Germania-Block-Zimmerstutzen, 1900 – 1930er Jahre.

Polizei-Revolver Nr. 847 im Kaliber 320/7, produziert von 1900 bis in die 1930er.

Die Offiziers-Pistole mit Doppelstecher-Abzug und verlängerter Muschelkappe, gefertigt von ca. 1900 bis in die 1930er.

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